blogage.de > *Click* > Eintrag > 30. August 2008 > Urban Exploring: Die Freude am Zerfall
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Urban Explorer ist die neudeutsche Bezeichnung für Menschen, die in ihrer Freizeit in verlassene, baufällige Häuser, stillgelegte Bunkeranlagen oder Tunnelsysteme einsteigen, um sie zu erkunden. Für viele von ihnen gehört die Dokumentation der Erkundung dazu, wie auch das Klettern über Zäune und Absperrungen.

Ich muss gestehen, ich selbst habe mich dieser Aktivität auch schon hingegeben. Das ist allerdings schon ein paar Jahre her und damals hatte ich von Urban Exploring noch nichts gehört oder gesehen. Meine Ausflüge waren auch weitaus weniger organisiert und geplant als diese von so manchem Explorer heute. Hier ein paar der Fotos, die dabei entstanden sind:

Aufgrund meiner eigenen Erkundungen fand ich das Thema jedoch sehr interessant und habe mich ein wenig umgeguckt.

Die Frage nach dem "Warum"

Okay, diese "Urban Explorers" riskieren also ihr Leben und ihre Gesundheit, um in sanierungsbedürftige und vermoderte Bauten einzusteigen. Warum sollte man das tun und was hat das Ganze mit Fotografie zu tun? Ein kurzer Blick auf Wikipedia hilft diese Fragen zu beantworten:

Zitat:
Für die meisten Urban Explorer liegt die Motivation neben der Entdeckung und Dokumentation der Objekte, in der Ästhetik und Romantik die jene Orte mit sich bringen, so wie einer authentisch-historischen Atmosphäre. [...] In schon länger stillgelegten Betrieben zeigen sich oft zahlreiche Graffiti oder bizarre Bilder, zum Beispiel von aus den Wänden wachsenden Bäumen. Der Großteil der Urban Explorer hält diese Eindrücke auf Fotos fest. Hierbei entstehen häufig zum Teil sehr surreale Kunstwerke.

Quelle: Wikipedia

Ein interessantes Interview mit dem Explorer D habe ich auf YouTube gefunden.

Netzwerke, Informationen und Tipps

Das Phänomen ist inzwischen weit mehr als ein paar vereinzelte Abenteurer. Wenn man sich im Netz ein wenig umschaut, stößt man schnell auf eine recht große Anzahl von Seiten, auf denen sich die Erkunder bzgl. Ausrüstung und interessanter Bauten austauschen oder ihre Fotos präsentieren und kommentieren. Neben solchen beschriebenen Seiten wie Urban Exploring Resource oder Urban Explorers Network gibt es darüber hinaus auch ein Online-Magazin zu dem Thema namens Infiltration.

Aber nicht nur im englischsprachigen Raum wächst die Zahl der Fans des urbanen Zerfalls. Für Berlin gibt es inzwischen auch das Explore Berlin Wiki, wo sich die Explorer der Hauptstadt austauschen. Wer also Interesse an einer Erkundungstour hat, findet reichlich Tipps im Netz.

Mehr als nur Abenteuer

Für Manche ist das Urban Exploring mehr als ein Hobby, bei dem man "coole Fotos" machen kann. Die DK Photo Group ist eine kanadische Urban-Exploring-Gruppe, die nicht einfach Fotos macht. Sie verspüren dabei eine schon beinahe ideologische Motivation. Sie präsentieren ihre Fotos in Austellungen der Öffentlichkeit, um eine Art Bewusstsein für die Historie und die Ästethik der Ruinen zu wecken:

Zum Schluß habe ich für interessiert noch ein paar Links zu Seiten auf denen Urban Explorer ihre Fotos präsentieren zusammengesucht. Viel Spaß bei stöbern.

Fotos von Urban Explorern

Links zum Thema: 




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vor einem Jahr

Der Blick durch den Sucher - der Wochenrückblick auf die Fotografie-Szene - für Kalenderwoche xx.

Abgeschaut: Joe McNally’s Blogposts zu lesen ist eh schon ein Spass. Diese Woche lernt man wie man einfach so die Sonne ausknipst.
Inspiration: au...

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